Wie Energien übertragen werden

Wie Energien übertragen werden

Im letzten Beitrag haben wir uns angeschaut, warum ausgerechnet Steine so gut geeignet sind, um Energie zu sammeln – wie sie über lange Zeit, geduldig und unbemerkt, zu stillen Sammlern werden. Doch damit ist erst die halbe Geschichte erzählt. Denn einen Stein zu besitzen, der Energie in sich trägt, ist das eine. Diese Energie tatsächlich zu dir wechseln zu lassen, ist eine ganz andere Frage.

Wie „übertragen" wir also eine Energie eigentlich? Wie gelangt sie von einem Stein zu uns?

Man kann Energie nicht zwingen – nur einladen

Das Wort „übertragen" trifft es eigentlich gar nicht so richtig. Es klingt, als könnten wir eine Energie einfach nehmen und verschieben, wie ein Paket, das man von A nach B trägt. Aber so funktioniert das nicht. Energie lässt sich nicht zwingen. Man kann sie nur einladen.

Und wie jede Einladung braucht auch diese die richtigen Bedingungen, damit sie angenommen wird.

Energien haben ein Zuhause

Energien halten sich gerne dort auf, wo sie gebraucht werden – dort, wo sie einen Nutzen haben. Das kennst du vermutlich sogar von dir selbst. Denk an deine Schulzeit zurück: Die Fächer, in denen du wirklich gut warst und dich einbringen konntest, waren meist auch deine liebsten. Fächer, in denen du nur so „mitgeschwommen" bist, ohne wirklich gebraucht zu werden, waren dagegen selten die, an die du dich gerne erinnerst.

Genauso ist es mit Energien. Sie bleiben dort, wo sie sich wohl und gebraucht fühlen – und ein Stein, der über lange Zeit an einem Ort verweilt hat, ist für sie oft genau so ein sicheres, vertrautes Zuhause geworden.

Nimmst du diesen Stein nun zu dir, bietest du der Energie in ihm ein neues Angebot: einen neuen Ort, an dem sie gebraucht werden könnte. Ob sie dieses Angebot annimmt, hängt von ein paar Dingen ab.

Ein Beispiel: die Energie Feuer

Nehmen wir die Energie Feuer, die für Liebe und Leidenschaft steht.

Fehlt dir gerade diese Emotion – trägst du also wenig Feuer-Energie in dir – und du hast einen Stein mit positiver Feuer-Energie in deiner Nähe, stehen die Chancen gut, dass diese Energie den Stein verlässt und zu dir übergeht, um dort zu wirken.

Trägst du dagegen bereits viel Feuer-Energie in dir, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass noch mehr hinzukommt – das Angebot ist für die Energie schlicht weniger interessant, weil bei dir kein Platz für sie fehlt.

Das Prinzip funktioniert übrigens auch umgekehrt: Möchtest du zu viel einer Energie in dir reduzieren, kann dir ein Stein mit der entsprechenden negativen Ausprägung dabei helfen, wieder näher an dein persönliches Gleichgewicht heranzukommen. Genau darum geht es ja auch im Energiekreis – dein energetisches Level möglichst nah an die Null zu bringen.

Energie ist nicht dasselbe wie Gefühl

Ein wichtiger Unterschied: Energien lösen Emotionen nicht einfach aus – sie wirken eher wie ein Katalysator. Sie verstärken und beschleunigen etwas, das ohnehin in dir angelegt ist. Du kannst also durchaus eine Emotion empfinden, ohne dass eine bestimmte Energie im Spiel war. Und du kannst viel Feuer-Energie in dir tragen, ohne gerade akut verliebt zu sein.

Das gilt für alle vier Energien:

  • Feuer verstärkt Liebe und Leidenschaft
  • Wasser unterstützt Fluss, Zusammenspiel und Wachstum – hilft dir also, leichter mit Veränderungen mitzugehen, dich besser auf andere Menschen und Situationen einzulassen und über dich hinauszuwachsen
  • Erde stärkt dein Selbstbewusstsein und deine innere Stabilität – wer innerlich fest steht, tritt meist auch nach außen sicherer auf
  • Wind motiviert dich von innen heraus und zeigt sich direkt in deinem Handeln, deiner Inspiration und Kreativität

Drei Dinge, die eine Übertragung begünstigen

Damit eine Energie ihr bisheriges Zuhause tatsächlich verlässt und zu dir wechselt, spielen aus meiner Erfahrung drei Dinge eine Rolle:

  1. Offenheit. Du solltest bereit sein, die Energie überhaupt anzunehmen – die richtige innere Haltung mitbringen.
  2. Intensität. Die gewünschte Energie muss im Stein auch tatsächlich in der passenden Stärke vorhanden sein.
  3. Nähe. Die Distanz zwischen dem Stein und dir sollte nicht zu groß sein.

Besonders der letzte Punkt ist spannend: Eine Energie kann grundsätzlich auch größere Entfernungen überwinden. Aber je weiter der Weg, desto größer die Chance, dass sich unterwegs ein anderes, attraktiveres Zuhause für sie findet. Du „köderst" die Energie also gewissermaßen – du machst ihr ein Angebot und möchtest sie überzeugen, ihr bisheriges, sicheres Zuhause gegen ein neues, bei dir, einzutauschen.

Deshalb ist es auch kein Zufall, dass viele Menschen ihren Stein möglichst nah bei sich tragen – in der Tasche, als Anhänger, auf dem Nachttisch. Nähe schafft die beste Voraussetzung dafür, dass die Einladung angenommen wird.

Fazit

Energie lässt sich nicht erzwingen – nur einladen. Ein Stein, der über lange Zeit Energie gesammelt hat, ist der erste Teil dieser Geschichte. Der zweite Teil beginnt erst, wenn du ihn zu dir nimmst: dann entscheidet sich, ob und wie gut die Energie den Wechsel zu dir annimmt.

Wie du herausfindest, welche Balance an Energien für dich persönlich die richtige ist, schauen wir uns in einem der nächsten Beiträge genauer an.

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