Ladungen der kosmischen Energien
Es gibt einen Satz, den ich vor Jahren zum ersten Mal gehört habe und der mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht: "Nur wer jemanden wirklich geliebt hat, kann ihn auch wirklich hassen."
Beim ersten Hören klang das für mich fast wie ein Widerspruch. Liebe und Hass – das sind doch zwei völlig verschiedene Dinge, oder? Das eine wollen wir spüren, so oft es geht. Das andere möchten die meisten von uns am liebsten ganz aus ihrem Leben heraushalten. Aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr hat dieser Satz für mich Sinn ergeben. Und er hat mir geholfen, etwas zu verstehen, das für mein Verständnis von kosmischer Energie ganz entscheidend ist: Energie hat eine Art – und sie hat eine Ladung. Und beides ist nicht dasselbe.
Eine Energie, zwei Richtungen
Nimm die Energie Feuer. Sie steht, wie du aus den letzten Beiträgen weißt, für Liebe und Leidenschaft. Aber Feuer kann eben nicht nur wärmen – es kann auch brennen. Dieselbe Energie, die dich in einen Menschen verliebt sein lässt, kann sich, wenn sie sich ins Gegenteil verkehrt, auch als tiefe Ablehnung zeigen. Als das, was viele Hass nennen.
Das ist genau der Punkt, den der Satz über Liebe und Hass für mich trifft: Beides speist sich aus derselben Quelle, aus derselben Intensität an Gefühl für einen anderen Menschen. Nur die Richtung ist verschieden. Gleichgültigkeit dagegen – das komplette Fehlen jeder Feuer-Energie – sieht ganz anders aus. Wer dir wirklich egal ist, dem gegenüber empfindest du weder Liebe noch Hass. Das ist ein wichtiger Unterschied: Das Gegenteil von Liebe ist meiner Ansicht nach nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. Hass ist nur die andere Seite derselben Medaille.
Positiv und negativ geladen
Genau nach diesem Prinzip funktionieren, so glaube ich, alle vier Energien. Jede von ihnen – Feuer, Wasser, Erde, Wind – existiert nicht nur in einer Richtung, sondern kann positiv oder negativ geladen sein. Die Art der Energie bleibt dabei immer gleich, nur ihre Ladung entscheidet über die Richtung, in die sie wirkt.
Positiv geladen zeigt sich eine Energie als das, was du dir wahrscheinlich wünschst: Feuer als Liebe, Wasser als Fluss und Wachstum, Erde als Stabilität, Wind als Motivation. Negativ geladen zeigt dieselbe Energie ihr Gegenteil.
Wichtig zu verstehen dabei: Negativ geladene Energie ist nicht automatisch "schlecht". Sie ist einfach die andere Hälfte desselben Spektrums – so wie Kälte kein Fehler der Wärme ist, sondern nur ihr anderes Ende.
Wenn aus positiv negativ wird
Bei den Steinen, die diese Energien in sich tragen, zeigt sich diese Ladung ganz handfest – nämlich in ihrer Form. Ein runder Stein trägt, wie du aus dem letzten Beitrag weißt, die positive Ausprägung einer Energie in sich. Ein kantiger Stein die negative.
Und genau hier wird etwas sichtbar, das mich persönlich am meisten fasziniert: Diese Ladung ist nicht für immer in Stein gemeißelt – im Wortsinn. Wird ein runder Stein mit Gewalt bearbeitet, etwa mit einem Hammer zerschlagen, verändert sich nicht nur seine Form. Aus rund wird kantig. Und mit der Form kippt auch die Ladung der Energie, die er in sich trägt – von positiv zu negativ.
Das ist für mich mehr als nur ein hübsches Bild. Es zeigt, wie empfindlich positive Energie eigentlich ist – und wie schnell sie durch Gewalt in ihr Gegenteil verkehrt werden kann. Ein Gedanke, der sich im Übrigen nicht nur auf Steine anwenden lässt.
Warum das für dich wichtig ist
Wenn du das nächste Mal einen Stein in der Hand hältst, schau nicht nur auf seine Farbe. Schau auch auf seine Form. Beides zusammen erzählt dir nicht nur, welche Art von Energie er trägt – sondern auch, in welche Richtung diese Energie gerade wirkt. Und vielleicht hilft dir das auch dabei, etwas behutsamer mit dem umzugehen, was in dir selbst gerade positiv geladen ist.
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